Ein Politiker in Delmenhorst

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Donnerstag, 18. März 2010

Possentheater

Manchmal reichen rund 20 Leute um in einer Kommune wie Delmenhorst für eine komplette Änderung der Ausrichtung einer Partei zu sorgen. So z.B. die rund 20 Mitglieder die vor 2-3 Jahren in die FDP eingetreten sind, um dort für ihre politischen Ziele einzutreten. Wurde dieser Schritt, teils aus Naivität, teils aus Überheblichkeit erst nicht so richtig ernst genommen, zeigte sich relativ schnell, das eine soclhe Gruppe, wenn sie denn geschlossen auftritt, in der Lage ist tatsächlich einen Kreisverband zu übernehmen ( oder wie wir Piraten sagen würden, zu entern).

Inzwischen hat diese Gruppe es zum einen geschafft, den kompletten Kreisverband zu übernehmen, die Stadtratsfraktion zu sprengen und zum anderne zu guter Letzt die "Alt"-Mitglieder zum großen Teil aus der Partei zu drängen. Die FDP in Delmenhorst in der bekannten Form hat damit faktisch aufgehört zu existieren und die Ex-Mitglieder sind nun auf der Suche nach einer neuen politischen Heimat.

Es zeigt sich deutlich, das es für kleine Parteien, wie es ja auch (noch) die Piraten sind, kaum eine Möglichkeit gibt, sich zu wehren, wenn eine starke Gruppe versucht den "Laden" zu übernehmen. Fehlt dann auch noch die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit von Beschlüssen und herrscht eine ausgerpägte Klüngel- und Hinterzimmermentalität vor, ist der Weg in eine gänzlich andere Richtung vorbestimmt. Interessiert werden wir verfolgen, wohin sich die FDP in Delmenhorst zukünftig bewegt. Und natürlich werden wir kommunalpolitische Alternativen aufzeigen. Der nächste Wahlkampf wird so spannend und interessant wie lange nicht mehr. Wir freuen uns schon drauf.

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